Die Hunde, meine Frau und ich...

 

 



Als Kind ohne Hund aufgewachsen wollte ich Anfang meiner 30er Jahre einen Hund. Frau und Haus waren bereits vorhanden. Also haben wir uns einen Pointer-Labrador-Stafford-Mix aus dem Tierheim geholt. Es war eine Seele von Hund - Oak. 
Oak teilte seine letzten sechs Jahre mit mir. Eine tolle Zeit in der er mir viel über seine Tierart beibrachte. Nachdem ich Oak gehen lassen musste, war er weg. Kurz darauf war auch Frau und Haus weg.  



Es kam dann zu einem hundefreien Zwischenspiel in einer kleinen Stadtwohnung. 
Doch nach kurzer Zeit lernte ich meine heutige Frau kennen und die brachte gleich zwei Labradore mit in die Beziehung. 
Wir kauften ein Haus auf dem Land mit einem großen Grundstück. Es waren wieder zwei Hunde in meinem Leben.
Allerdings fehlte mir der Begleiter im Alltag. Der Hund der mit ins Büro kommt. Der Hund der eben fast immer dabei ist. Ich hätte wohl einen der beiden Labradore mitnehmen können, aber dann wäre der Zweite alleine daheim gewesen und beide mitnehmen ging eben nicht. 
Der Wunsch nach einem Begleiter wuchs und gedieh. 



Eine liebe Freundin, Pamela Gruber, eigentlich die Frau des Cousins meiner Exfrau, suchte auf Facebook nach einem Zwingernamen für ihre Cavalier-King-Charles-Spaniel-Zucht. Ich beteiligte mich mit Vorschlägen und erfuhr etwas später, auf gleichem Weg, das der Zwinger mit dem Namen "von den Frankensternchen" eingetragen wurde. Ich freute mich mit  ihr und schenkte ihr ein Welpenshooting für den ersten Wurf. Für mich waren die Cavaliere bis dahin ein weißer Fleck auf meiner Landkarte der Hunderassen. Und ich dachte auch, dass so ein Hund nicht zu mir passen würde. Die Größe fand ich super, aber das lange Fell und den Ruf als "Frauenhund" fand ich eben unpassend. 
Dann kam das erste Shooting. Und die Rasse eroberte mein Herz im Sturm. Diese liebe Art, dieses unaufdringliche Wesen, trotzdem robust und körperlich im Umgang - ich war verliebt. 
Leichthin sagte ich zu Pam:"Bei deinem nächsten Wurf nehme ich einen tricolor Rüden!"
Ich glaube nicht, dass zu diesem Zeitpunkt irgendwer mich wirklich ernst nahm. Aber ich war mir sehr sicher. Sehr sicher die Rasse gefunden zu haben, die ich gesucht habe. Einen Begleiter, der zu mir, meinem Leben und meiner Umgebung passt. Es folgten noch drei Fotoshootings mit diesen Welpen und mein Entschluss stand fest:
Nächster Wurf - denn ich bin ungeduldig
ein Rüde - weil ja schon zwei Rüden bei uns wohnen
tricolor - weil der sich am besten Fotografieren lässt

Etwa ein Jahr später war es dann soweit. Am 09.03.2018 um 06:20 Uhr morgens bekam ich von Pam ein Bild mit der Nachricht "Bonny, unsere Erstgeborene um 5:25 Uhr" geschickt. Es ging also los. Und dann kam eine Hündin nach der anderen. Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, als um 09:28 wieder eine Nachricht auf meinem Handy ankam: 


Ja und da sah ich den ersten Welpen der mir gefiel.
Ich war glücklich! Mir wurde mir 258 Gramm haariges Glück geschickt.


Ein echtes „about“

Für alle, die es auch interessiert wer hier schreibt:
Ich heiße Alexander Müller, bin Jahrgang 1975 und von Beruf Lagerist. Ich habe schon in einigen Branchen gearbeitet und meine gelernten Berufe eigentlich nie wirklich ausgeführt.
Ich bin Jäger, Naturmensch, Gartenfreund, Heimwerker und fotografierender Bildermacher.
Lebe mit meiner Frau, aktuell 3 Hunden und einer ständig schwankenden Anzahl von Hühnern auf dem Land. Also wirklich so richtig am Dorf. Irgendwo bei Geiselwind, das zwischen Nürnberg und Würzburg liegt.